Das Berufsbildungswerk (BBW)

Barrierefreier Start in deine berufliche Karriere

Aktualisiert: 11. November 2020
Veröffentlicht: 31. März 2020
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Schüler und Lehrer eines Berufsbildungswerks schauen gemeinsam lächelnd auf den Monitor

Einleitung

Menschen mit Behinderung benötigen teilweise besondere Unterstützung bei der Berufsorientierung und beim Erlernen eines Berufes. In den Berufsbildungswerken (BBW) können Menschen mit Behinderung eine vollwertige Ausbildung machen. In den Berufsbildungswerken (BBW) wird speziell auf die besonderen Bedürfnisse der Betroffenen eingegangen. Dadurch ist die Ausbildung spezieller, individueller und bereitet den Menschen mit Behinderung darauf vor auf dem Arbeitsmarkt durchzustarten.

Beitragsübersicht

Was ist ein Berufsbildungswerk (BBW)?

Ein Berufsbildungswerk (BBW) ist eine Ausbildungsstätte, an der die Auszubildenden einen Beruf erlernen und die Hilfe bekommen, die sie brauchen. Es gibt besonders geschultes Personal und verschiedene Therapeuten, die den Menschen mit Behinderung während der Ausbildung begleiten. Die meisten Berufsbildungswerk (BBW) haben ein Internat. Dort lernen die Auszubildenden über die Berufsausbildung hinaus, wie es ist, in einer Wohngruppe oder allein zu wohnen.

Das Berufsbildungswerk (BBW) ist somit ein Ort, an dem der Auszubildende entsprechend seiner Bedürfnisse auf die Arbeitswelt und das eigenständige Leben vorbereitet wird.

Wer kann eine Ausbildung in
einem Berufsbildungswerk (BBW) machen?

Die Berufsbildungswerke (BBW) sind sehr vielfältig und können für die unterschiedlichsten Zielgruppen von Interesse sein. Das sind alle Personen, welche für Ihre Erstausbildung eine besondere Begleitung benötigen. Dazu gehören Menschen mit Behinderung, Geflüchtete, Jungendhilfefälle sowie auch Menschen mit Suchterkrankungen bzw. einer Suchtgefährdung.

Natürlich ist niemand dazu verpflichtet eine Ausbildung in einem Berufsbildungswerk (BBW) zu machen. Wenn es jedoch, auf Grund der besonderen Bedürfnisse, mit einer Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt nicht klappt oder man sich unsicher fühlt, kann ein Berufsbildungswerk (BBW) sinnvoll sein. Es gibt die notwendige Unterstützung und somit auch dass für jeden so wichtige Selbstbewusstsein, um nach der Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Manche Berufsbildungswerke (BBW) haben sich auf Behinderungsarten oder förderungsbedürftige Azubis spezialisiert. Genaue Informationen dazu erhältst Du auf der Webseite des Berufsbildungswerk (BBW) oder bei der Beratung.

Welche Ausbildungen kann man in
einem Berufsbildungswerk (BBW) machen?

Das Ausbildungsangebot ist in jeder Einrichtung anders. Viele Berufsbildungswerke (BBW) bieten Ausbildungen für Büroberufe, handwerkliche Berufe und künstlerische Berufe an. Hier mal eine kleine Auswahl:

  • Mediengestalter
  • Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement
  • Maler und Lackierer
  • Altenpflegehelfer/in
  • u.v.m.

Welche Berufe ein bestimmtes Berufsbildungswerk (BBW) anbietet, erfährst Du bei der dortigen Beratungsstelle oder auf der Webseite der Berufsbildungswerke (BBW). Besser ist es aber natürlich, wenn man schon weiß, welchen Beruf man lernen möchte. Dann kann man sich ein Berufsbildungswerk (BBW) aussuchen, das genau diesen Beruf anbietet. Ist man sich noch unsicher, so bietet sich vorab ein Jahr Berufsorientierung an. Die meisten Berufsbildungswerke (BBW) bieten diese Berufsorientierungsjahre an.

Welche spezielle Unterstützung gibt es in
einem Berufsbildungswerk (BBW)?

In den Berufsbildungswerken (BBW) arbeiten speziell geschulte, sonderpädagogische Fachkräfte, die den Auszubildenden individuell fördern. Zusammen mit einem Team aus pädagogischen Kollegen, Therapeuten und Erziehern arbeitet der Auszubildende auf eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung hin.

Zudem bieten die Berufsbildungswerke (BBW) eine Unterbringung in angeschlossenen Internaten an. Dort lernen die Azubis dann zusätzlich das eigenständige Leben oder das Leben in einer Wohngemeinschaft. Sie lernen auch den wichtigen Ausgleich zwischen Arbeit und Beruf durch ein vielfältiges Angebot an Freizeitmöglichkeiten.

Wie läuft eine Ausbildung ab?

Der Ablauf einer Ausbildung in einem Berufsbildungswerk (BBW) orientiert sich an den Bedürfnissen des Ausbildungsberufes. Der Auszubildende schließt mit dem Berufsbildungswerk (BBW) und der Arbeitsagentur eine Art Ausbildungsvertrag. Er erhält dafür monatlich ein Ausbildungsentgelt und die Bundesagentur für Arbeit bezahlt den Ausbildungsplatz und alles was dazugehört. Regelmäßig muss der Auszubildende Auskunft darüber erteilen, wie er in seiner Ausbildung vorankommt und ob er noch mehr oder weniger Unterstützung benötigt.

Je nach Ausbildungsberuf gibt es auch Zeiten, in denen der Auszubildende praktische Phasen hat. Das heißt, er ist entweder in einem richtigen Betrieb oder in einem Werkbetrieb des Berufsbildungswerkes (BBW), um das Gelernte anzuwenden. Wo der Auszubildende eingesetzt wird, hängt davon ab, wie viel und welche Unterstützung er benötigt.

Ein Berufsbildungswerk (BBW) ist ein geschützter Ort, an dem ein Mensch mit Behinderung einen Beruf erlernen kann. Die Berufsbildungswerke (BBW) bieten spezielle Förderungen an, um den Auszubildenden so gut wie möglich auf die Arbeit auf dem Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Zusammenfassung und Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Berufsbildungswerk eine Ausbildungsstätte ist, der Menschen mit Behinderung in einem geschützten Rahmen einen Beruf erlernen können, um auf dem 1. Arbeitsmarkt bestehen zu können. Es gibt eine Menge Unterstützungsangebote, die die Auszubildenden dort in Anspruch nehmen können.

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